Diese Kernkompetenz, so formuliert vom Bundesverfassungsgericht, gerät angesichts der aktuellen Entwicklung ins Wanken.
Unter dem gängigen Begriff der "Juristenschwemme" wird beklagt, dass der deutsche Rechtsanwaltsmarkt übersetzt ist. Der Berufsstand des Rechtsanwalts wird derzeit von 135.000 Kollegen belegt, dies mit steigender Tendenz von mehr als 6.000 neuen Anwälten jährlich.
Dieser Umstand ist es nicht allein, der nachdenklich stimmt, sondern vielmehr die statistisch gewonnene Erkenntnis, dass für 43% der Junganwälte die anwaltliche Tätigkeit nur zweite Wahl ist. Lediglich knapp mehr als die Hälfte gaben an, den Anwaltsberuf nach dem zweiten Staatsexamen angestrebt zu haben.
